Sonntag, 5. Februar 2017

Zwei Tage in Boston


Zum dritten Mal während unseres Aufenthaltes in den USA fuhren wir nach Boston. Doch zuerst machten wir noch einen Zwischenstopp in den Tanger Outlets in Tilton. Eigentlich ein Outlet wie viele andere, allerdings fand ich recht angenehm, dass es unter der Woche morgens ziemlich ruhig war.

Schwierig erwies sich die Suche nach einer Unterkunft in Boston. Bereits Monate vorher habe ich immer mal wieder nach einem Hotel gesucht, doch unter 250 Euro pro Nacht gab es nichts Vernüftiges in Boston selbst. Auch die App Hotel Tonight, die ich für ganz kurzfristige Buchungen gerne mal nutze, hatte keine gute Angebote parat. Die Notlösung war dann das Charles River Motel. Das können wir leider nicht weiterempfehlen, insbesondere nicht für immer noch etwa 95 Euro pro Nacht. Eine Google-Recherche und die mittlerweile vorhandenen Bewertungen, zum Beispiel bei booking.com, zeigen warum.

Vom Hotel wollten wir uns die Laune aber nicht verderben lassen. Wir kauften kurzfristig Tickets für das Baseballspiel zwischen den Boston Red Sox und Toronto. Zum Glück saßen wir im Fenway Park überdacht, so dass der Regen uns ebenso wenig ausmachte wie dem Spielfeld, das bis kurz vor Spielbeginn noch unter einer Plane abgedeckt war.


Drei kurzweilige Stunden später stand das Ergebnis fest, die Red Sox hatten gewonnen:


Spät abends regnete es immer noch, daher fuhren wir mit einem Uber-Fahrer zurück zum Hotel.

Am nächsten Tag war das Wetter leider nicht viel besser. Dennoch wollten wir es uns nicht nehmen lassen, den Freedom Trail zu erkunden. Der Weg verbindet die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Boston miteinander.

Wir starteten den Tag jedoch zunächst an der Universität von Harvard.


Nach dem Kurzbesuch fuhren wir mit der U-Bahn nach Downtown. Der Freedom Trail startet am Boston Common, einem Park mitten in der Innenstadt:


King's Chapel Burying Ground. Einer der Passagiere der Mayflower wurde hier begraben:


Das Innere der King's Chapel. Hier geht es um die goldene Ananas:


Das Old South Meeting House, in dem die Boston Tea Party ihren Ausgangspunkt hatte:


Weiter ging es zum Old State House, dem ehemaligen Rathaus von Boston.


Die Markthalle Faneuil Hall:


Direkt gegenüber wurde in den 1960er Jahren die neue City Hall gebaut. Das Gebäude im Stil des Brutalismus stellt einen riesigen Kontrast zur filigranen Markthalle dar.

 
An anderen Ufer des Charles River liegt die USS Constitution, das älteste noch seetüchtige Kriegsschiff der Welt.


Abends flüchteten wir erneut vor dem regnerischen Wetter. Diesmal war unser Ziel die Agganis Arena, die Eishockeyhalle der Boston University. Das Team der Boston University spielte gegen die University of Prince Edward Island aus Kanada und siegte 10:2.


Die "Wall of Fame" aller NHL-Spieler der Boston University:


Am nächsten und letzten Tag wollten wir noch ein paar Stunden nutzen, um Downtown erkunden, bevor wir den Flug nach Frankfurt antreten sollten. Dafür wollten wir unser Gepäck am Greyhound-Busbahnhof deponieren. Dort angekommen war allerdings 20 Minuten lang kein Mitarbeiter aufzufinden, der unser Gepäck entgegen nehmen könnte. Auch wenn er oder sie vielleicht noch aufgetaucht wäre, wurde so auch die spätere Abholung für uns unkalkulierbar, so dass wir direkt zum Flughafen fuhren.

In Boston hatten wir leider kein Glück mit dem Wetter, dennoch war der Freedom Trail ein Must-Do. Wohl nirgendwo in den USA kann man die Entstehungsgeschichte des Landes so komprimiert kennenlernen.

Die Wartezeit am Flughafen verkürzten wir uns mit Flugzeug-Gucken. Die Emirates-Maschine flog etwa 1 1/2 Stunden vor unser Lufthansa 747-8 (im Hintergrund) los:


Irgendwann in der Nacht über dem belgisch-französischen Kohlerevier:


Der Rückflug war übrigens sehr entspannt. In der Reihe 47 (auch hier hatten wir einen der wenigen Zweierblöcke - nachzusehen bei Seatguru) ließ es sich mit einer gut gelaunten Crew gut aushalten. Überpünktlich landeten wir in Frankfurt und wenige Stunden später waren wir auch wieder zu Hause.

Insgesamt hatten wir spannende 12 Tage hinter uns. Die USA waren auch im Herbst 2016 wieder eine Reise wert. Mit dem Mittleren Westen, Chicago, Boston und den Bergen Neuenglands hatten wir komplett unterschiedliche Gegenden und Städte sehen können und eine gute Mischung aus Entspannung und Aktivität zusammengestellt.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Zu Fuß zum Lonesome Lake

An diesem Tag nahmen wir uns den Lonesome Lake als Wanderziel vor. Der Aufstieg aus dem Tal zum Lonesome Lake war nicht so anstrengend wie zwei Tage zuvor zum Cannon Mountain. Dennoch warteten etwa 4 Stunden Fußweg auf uns. Gleich zu Beginn trafen wir auf die erste Sehenswürdigkeit, einem Gletschertopf namens "The Basin". Hier sammelte sich das Wasser des Cascade Brook, dessen Lauf wir bei unserem Aufstieg folgen würden.


Gletschertopf


Der Cascade Brook:


Auch im späteren Verlauf zeigte sich der Bach pittoresk:


Irgendwann wurde das Gebüsch am Weg immer dichter. Auch der Weg selbst wurde matschig, was das Fortkommen doch ziemlich erschwerte. Erst, als wir ein anderes deutsches Ehepaar trafen, begannen wir zu überlegen, ob das der richtige Weg sei. Und tatsächlich: Ein genauerer Blick auf das GPS verriet, dass wir eigentlich mittlerweile auf der anderen Seite des Bachs hätten sein müssen. Wir hatten die Stelle verpasst, an der bis vor ein paar Jahren eine Brücke stand und die nun als Querung genutzt werden sollte. Das Ufer war an der Stelle, an der wir nun waren, etwas steiler und der Bach tiefer, aber den ganzen Weg wollten wir auch nicht mehr zurück gehen. Also Schuhe aus, Hosen hochkrempeln und durch den Bach. Aber immerhin, dieses Bild wäre sonst nicht entstanden:



Der Weg wurde später felsiger, war aber dennoch gut begehbar:



 Nach etwa zwei Stunden erblickten wir den Lonesome Lake - eine tolle Sicht:

White Mountains




Während unserer Brotzeit kam ein Gast vorbei:

White Mountains

Den Abstieg brachten wir schneller hinter uns. Es ging auf fast direktem Weg zum Lafayette Place Campground. Von dort führte der Weg am Pemigewasset River entlang bis zum "The Basin" und dem Parkplatz. Im Nachhinein wären wir die Runde vielleicht lieber andersrum gegangen, da der Weg am Fluss am Ende nach den ganzen Highlights ein wenig eintönig war. Andererseits wäre dann der Aufstieg auch wesentlich steiler gewesen. Der Pemigewasset sieht über weite Strecken so aus:


Am Abend hieß es nach vier Tagen in unserer kleinen Hütte im Mount Liberty Lodging Koffer packen. Lincoln war als Basis genau die richtige Wahl. Der Ort ist sehr zentral in den White Mountains gelegen, und fürs Abendessen hat man im Ort die Wahl zwischen ein paar Restaurants. 

Am nächsten Tag ging es weiter und zurück nach Boston. Die Stadt, in der wir in den letzten Tagen schon zwei Mal auf der Durchreise waren, wollten wir auch noch erkunden.

To be continued...

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